Archive for the ‘trotten’ Category

der banane alltag

Wednesday, April 28th, 2010

Montags morgens durch Bad Orb zu schlendern ist wie eine kleine Zeitreise in die besseren Tage der gesetzlichen Krankenversicherung. Es gibt ein Haus Mignon, ein Haus Petra und natürlich ein Haus Belvedere. Die Dichte an Konditoreien, Bäckereien und Cafés ist ähnlich hoch wie die der Apotheken. Die Schilder auf den Vordächern haben Typos aus den 50ern und den Parkpavillon beschallt bald die bayrische Music Power.

Direkt am Kurpark verfällt ein Hotel. Die Glühbirnen des Eingangsdaches sind teilweise noch eingeschraubt. Hat eine gewisse Endzeitshooterästhetik.

Mittendrin dann Platz 2 der beliebtesten Sehenswürdigkeiten Hessens: Das Gradierwerk. Beindruckend schon. Kann man auch mal durchlaufen.

#gruentracker: evan dando – being aroung (acoustic)

18 Euro

Wednesday, November 4th, 2009

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Erster Gedanke: kein Aufschnitt?

Zweiter  Gedanke: Der Orangensaft ist nicht “freshly squeezed”

Dritter Gedanke: Zum Glück muss ich das nicht zahlen

Vierter Gedanke: Fuck you Luxushotels!

#gruentracker: talk talk – living in another world

Lisboa 1

Friday, October 30th, 2009

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Die Lissabonwoche fängt heute am ersten Morgen prima damit an, dass ich an meinem Blackberry nicht die Zeitzone angepasst hatte. Bin also wie geplant um 07.00 Uhr geweckt worden – dann nach dem Duschen festgestellt, das Rasiergel vergessen zu haben – und kurz vor dem Verlassen des Zimmers die Uhr auf dem Sideboard gesehen: 06:45. Tja, was fängt man also mit der Stunde zuviel an? Blog schreiben zum Besipiel.
Von der Stadt wie zu erwarten noch nicht viel gesehen. Waren gesten mittags in einem Steakrestaurant am Fluss in Nähe der Ankunftshalle für die Fähre -> Portugalia. Was es mit dem Spiegelei auf dem Steak auf sich hat, finde ich noch raus. Selbst entschied ich mich für Knoblauch Reis mit Shrimps, aber insgesamt ehr mäßig.
Lecker hingegen der Inder in der Nähe unseres Hotels.
Das Hotel, in dem die Veranstaltung ist, hat den Charme eines alten sozialistischen Prunkbaus. Irgendwie alles zu dunkel, zu mächtig, zu braun. Zumindest in den Räumen, in denen ich bis jetzt war. Wobei der große Saal und das Restaurant ganz anders daherkommen.
Unser Schlafhotel liegt ca. 15-30 Minuten zu Fuss entfernt und obwohl mich das anfangs nicht gerade begeisterte bin ich jetzt froh. Das Sheraton Lisboa hat kürzlich erst renoviert und mein Zimmer gehört definitiv in die Top 5 aller Hotels in denen ich bis jetzt war.
Von der Badewanne aus kann ich locker auf den Fernseher schauen, beziehungsweise  durch die Glaswand auch vom Bett ins Bad linsen – ein Schelm, wer Böses dabei denkt. Für die Dunkelmenschen gibt es ein elektrisch betriebenes Verdunkelungsrollo am Fenster. Silke und A. würden es begrüßen. Läßt man es herab ist es absolut dunkel.
Der Teppich ist geschmeidig und das gesamte Konzept inklusive der Gänge ist eine willkomene Abwechslung zu den traditionsreicheren Hotels dieser Klasse.
Der Hotelbar mit Panoramablick (ich glaube im Aufzug steht sogar Panoramabar) statteten wir abschliessend noch einen kleinen Besuch ab und mit dem üblichen Gin Tonic wurde der erste Tag beendet.
So und bevor das jetzt so klingt, als würde ich hier nur dekadent rumasseln: Die nächsten 5-6 Tage gibt es dann für uns immer um 05.15 ein kleines Früshtücksbuffet bevor wir dann ins andere Hotel rüberdüsen um zu arbeiten. Das ist früh… *gähn*

#gruentracker: gregor thresher – a thousand nights

vienna backlog

Wednesday, May 27th, 2009

ferriswheel

Prolog: Die alte blaue Weezer mal wieder zu hören macht Laune.
Wien. Erneut inspirierend. Ich mag die Stadt. Das MQ auch wenn’s vielleicht schon zu einfach ist, lädt immer wieder zum Verweilen ein. Die Cafés haben gutes Essen zu vernünftigen Preisen. Das Abhängen wird erleichtert und Kultur satt. Da kann das Maincafé als Flaniergegenstück nicht anstinken. Nichts gegen das Maincafé, ich find das auch super, aber im MQ ist’s angenehmer zu sitzen und die Varianz ist auch gegeben.
Diesmal waren wir auf Anraten dem Zentralfriedhof einen Besuch abstatten. Ausserdem haben wir alles nachgeholt, was letztes Mal aus Zeitgründen nicht mehr drin war: Belvedere und Prater. Bei letzterem trotz Plan das Riesenrad nicht gefahren, da uns 8 Euro pro Person etwas rippig erschien. Die anderen Fahrgeschäfte sind eine enorme Ansammlung von Magenumdrehern. In anderer Stimmung bestimmt ganz lustig. Aber ich bin ja so ne Pussy, was das betrifft.
Glücklicherweise gab es im Unteren Belvedere eine Mucha-Sonderausstellung. Ich bin ja eh der Muchaaddict schlechthin. Essen waren wir immer wieder im MQ und das Wetter war uns hold.
Auch unser Stammhotel hat nicht enttäuscht – wir mussten nicht ins Mexikozimmer sondern bekamen endlich unser ersehntes Indienzimmer.
Auch frame wieder getroffen und gepflegt bis Level 3 getrunken und palavert. Leider hat dann der Filmabend aus Zeitgründen nicht hingehauen und das Monkey Island Memorial haben wir auch nicht mitgenommen, aber so bleibt immerhin noch etwas für das nächste Mal.

#gruentracker: moodymann – I can’t kick this feeling when it hits

rom den rücken kehren

Saturday, November 22nd, 2008

Ruins

Das war also das dritte Mal Rom. Und dieses Mal nicht besonders vom Glück verwöhnt. Unser gemeinsamer Donnerstag wurde durch eine verspätete Maschine und Gewitter nicht gerade toll unterstützt. Mit nassen Schuhen und Hosen nach knapp 2-3 Stunden und einer Umkreisung des Kolosseums zurück ins Hotel. Enttäuschendes Abendessen, das nur dank A.s Scharfsinn nicht noch mal 10 Euro teurer wurde (denn der Kellner wollte uns tatsächlich um eine Flasche Wein beschippern).
Die 12-13 Stunden Schichten waren wirklich erschöpfend. Habe heute morgen endlich mal wieder ausschlafen können.
Highlight war dann vielleicht noch der Besuch der Sixtinischen Kapelle in einer Privatführung. Allerdings muss ich gestehen, dass mich der Petersdom damals mehr rockte als die Kapelle. Alles ein bisschen zu viel für meinen Geschmack.
Nu, jetzt bin ich wieder in Frankfurt und wir können versuchen die modernen Ruinen zu pflegen.

#gruentracker: norman palm – boys don’t cry

munichen

Tuesday, October 28th, 2008

trust

Es war bereits das zweite Mal.
Der Zug war auf dem Weg nach München. Printz richtete seinen Oberkörper auf und verließ dadurch kurzfristig die angenehm schläfrige Sitzposition der letzten Stunde.
Das Chaos hatte schon diesen Morgen am Frankfurt Hauptbahnhof begonnen. Züge wurden gestrichen. Reisende eilten angestrengt durcheinander. Die Bahnangestellten waren hoffnungslos überfordert. Es wurde sich viel zu häufig entschuldigt. Der ganze Mikrokosmos Bahnhof schien in einer großen Schuldblase zu stecken.
Missmutig hatte Printz seinen Trolley hinter sich hergezogen und in kurzen Abständen vergewissert, dass noch ausreichend Zeit war, bis sein Zug abfahren würde.
Er war für seinen Geschmack etwas zu übel gelaunt. Er hatte sich die Zeit am Vorabend in kleine Etappen eingeteilt. Etappe 1: Aufstehen, Morgenhygiene. Zweite Etappe: Brötchen kaufen. Nummer 3: Frühstück machen, Kaffe kochen. Und so weiter. Er befand sich zwar auf der Zielgeaden, aber irgendwo zwischen Koffer packen und Zähne putzen kam er unter Zeitdruck und vergaß seinen MP3-Player einzustecken.
Missmutig und ohne Musik dabei, hatte er also am Gleis gestanden. Sein Zug bestand nur aus einem Teil. Der andere Wagen war kurzerhand abgehängt worden und so kam er in den Genuss, in der 1. Klasse fahren zu dürfen. Inklusive Gratiszeitung und einer Ferrero Rocher Kugel.
Den Platz hatte er mittlerweile gewechselt, da um ihn herum eine Reisegruppe die Plätze besetzte. Schon wenige Minuten nachdem der Zug abgefahren war, ploppten die Prosecco- und Sektfläschchen. Standesgemäß serviert in kleinen Plastikkelchen. Die männlichen Teilnehmer kullerten Richtung Bordbistro und ließen eine Dreiergruppe unter der Anführung einer Brigitte-Frau zurück. Diese schafften es tatsächlich sich 45 Minuten über Weight Watchers zu unterhalten, bis Printz’ Hirn so weichgekocht war, dass er schließlich in den hinteren ruhigeren Teil des Wagens flüchtete. Seine Gedanken um Lebensmittel mit Punkten und Tagesplänen kreisend.
So hatte er in seinem Ledersessel vor sich hin gedämmert bis ihn tiefe Beunruhigung aus dem Fenster blicken ließ.
Gerade noch hatten sie ein Nebelfeld passiert, in dem die Umrisse von Strohballen wie leichte gelbe Farbtupfer hervorstachen. Und nun war alles strahlender Sonnenschein. Vorbei an Fabrikgebäuden war es gegangen und dann begann die Unruhe.
Printz blinzelte durch das Fenster und versuchte das Bild einzugrenzen.
Zum zweiten Mal schon innerhalb weniger Wochen war er beruflich auf dem Weg nach München. Und zum zweiten Mal schaute er genau bei derselben Stelle aus dem Fenster.
Plötzlich war die Erinnerung wieder da. Er erkannte den Teich. Die rechteckige Wasserfläche genau neben den Gleisen. So wie letztes Mal glitzerte die Wasseroberfläche im Sonnenlicht und lag ruhig da.
Die Ruhe des Teichs stand im krassen Gegensatz zu seiner inneren Aufgewühltheit. Printz war Wiederholungen gegenüber äußerst sensibel. Seiner Meinung nach geschah alles in der Welt chaotisch. Wiederholungen waren die Ausnahmen und hatten daher immer eine darunter liegende Motivation. Zufälle in Serie waren für ihn undenkbar.
Allerdings interessierte sich niemand so wirklich für Printz’ Meinung über die Welt. Und da Printz das auch wusste, genehmigte er sich einen Schluck Apfelschorle und nickte freundlich zu dem Fahrgast auf der anderen Seite des Ganges herüber, der eifrig auf seinem Laptop herumtippte.
Er fragte sich, was der wohl über Zufälle dachte.
“Welch ein Zufall!”, sagte der Tipper da. “Darüber dachte ich auch gerade nach.”
Bevor Printz noch darüber nachdenken konnte, weshalb der Fremde das wissen konnte, tippte dieser seine letzten Worte und klappte den Laptop zu.

#gruentracker: gonzales – apology

baliehn

Wednesday, September 24th, 2008

hsh

Über das letzte Wochenende und den Donnerstag und Freitag davor in Berlin geweilt. Zunächst geschäftlich und dabei höchst Interessantes erlebt: Den Besuch in der ehemaligen Pan Am Crewlounge im obersten Stockwerk des Eden Hotels nahe des Kudamms.  Ausserdem in der Indischen Botschaft und der Konrad-Adenauer-Stiftung gewesen. Wirklich sehr interessant. Den Regierungssprecher gehört. Auch interessant.

Insgesamt ein Berlin für den Kopf und die grauen Zellen.Denn auch mit A. am Sonntag statt in die üblichen Orte wie Panoramabar und Berghain lieber ausgeschlafen, mit Oma gefrühstückt und dann in die Gedenkstätte Hohenschönhausen gefahren. Das kann ich nur jedem wirklich empfehlen. Die Führungen werden von Zeitzeugen durchgeführt. Wir hatten das Glück zunächst die Einführung von Edda Schönherz zu hören, die aufgrund ihrer professionellen Berufshistorie eine derart einnehmende Art war, dass ich zuerst ein wenig enttäuscht war, dass unsere Gruppe geteilt wurde und wir einen anderen Führer bekamen.
Dieser war jedoch Sigmar Faust, ein Schriftsteller, der unter anderem auch schon mal mit Wolf Biermann zusammen wohnte. Hochkarätige Personen. Auch wenn die Recherche nach Faust mich auf indymedia-Seiten führte, die anmuten, dass er in Zusammenhang mit der IGfM in einem braunen Umfeld agiert. Bin jetzt etwas verstört. Er kam mir jetzt von seinem Gedankengut wenig braun vor… allerdings gibt es ja auch wieder die andere Seite, die sagt, dass Ex-Kommunisten aus der DDR Verleumdungen gegen Regimekritiker der damaligen Zeit noch heute streuen. Gott… auf welche Seite soll man sich in heutigen Zeiten noch schlagen. JEder kann im Netz den größten Mist schwabbeln. Schwer nachzuvollziehen.

Die Geschichten hinter dem HSH-Komplex sind jedenfalls so aufwühlend, dass man sich diesen Ort mit klarem Kopf ansehen sollte. Vielleicht sollte man auch keinen Partyabend dranhängen. Ich verweise da einfach auf die Infoseite der Gedenkstätte. Und kann nur noch einmal sagen, dass man die Zeit nutzen sollte, solange noch Zeitzeugen diese Führungen machen. In ein paar Jahren wird dies womöglich nicht mehr stattfinden können und es ist eine vollkommen andere Atmosphäre mit jemanden durch die Räume zu gehen, die selbst der Stasiwillkür ausgesetzt waren.

#gruentracker: peter licht – das lied vom ende des kapitalismus 

NYC cont.

Monday, May 5th, 2008

behind

Bin untröstlich. Aber leider fehlt etwas die Zeit, tiefere Einblicke in die Zeit hier zu geben.
Abends immer noch sehr müde.
Und seit heute morgen 06.00 Uhr hat die Stresswoche begonnen. Naja. Schauen wir mal. Es gibt ja durchaus einiges zu erzählen.
Daher heute nur ein Bild speziell für A.

NYC Tuesday

Thursday, May 1st, 2008

bubbys

Shopping Status: Nasal Saline Rinse Kombipacket mit patentierter Flasche ist gekauft.
SOS-Karte für einen eventuellen Zahnarztbesuch ist auch besorgt.
Gestern abend in Eile vor dem Essen noch einen Haufen runtergesetzter Sportschuhe anprobiert, aber keiner hat wirklich gesessen. Auf Anraten einiger Kollegen werde ich dann voraussichtlich den Weg zur Niketown gehen.
Immer noch günstiger als bei uns, aber eine große Auswahl. Jedoch nichts runtergesetzt.

Dienstag wurde tagsüber gut gewerkelt. Abends wollte die Mehrheit Comfort Food, was soviel heisst wie “Essen wie bei Mutti”. Die Wahl fiel auf das Bubby’s. Und es war eine gute Wahl. Verdammt gemütlich, leckeres Essen, lockere Atmosphäre und eine Kuchenauswahl… die ich allerdings nicht mehr ausnutzen konnte, da ich bereits kurz vorm Platzen war.
Die Zeitverschiebung steuert ihren eigenen Teil bei. Morgens um 2 oder 3 hat man einfach weniger Hunger. Mittlerweile gewöhne ich mich allerdings einigermassen daran.

Big Apple prelude

Wednesday, April 30th, 2008

Kleinere Probleme mit dem Internet Access haben es mir bis jetzt nicht leicht gemacht, das trotten in New York gebührend in Wort und Bild zu feiern.
Auch jetzt bleiben nur einige Minuten, bevor ich Room 1381 des Waldorf Astoria verlassen und einen der Eastern Elevators Richung Lobby nehmen werde.
Dort trifft sich unser Team um danach zur Dinnerlocation zu fahren. Deren Name mir leider soweit erst einmal entfallen ist.
Ein erster Check des Gepäcks förderte mein Unvermögen zutage, die bereitgelegten Utensilien auch wirklich einzupacken. Daher fehlen neben der Ladestation für die Elektrozahnbürste auch das Nasensalz und die Kontaktlinsen.
Diese hier zu kaufen ist allerdings nicht so einfach. Denn im Gegensatz zu Deutschland, wo man ja einfach mal so nebenbei zu Fielmann gehen kann, benötigt man hier ein Rezept eines Augenarztes. Das hat einfach mal wieder mit dem berüchtigten amerikanischen Rechtssystem zu tun. Denn man könnte ja den Optiker sonst wegen falsch angepasster Linsen verklagen.
Nebenbei ein Stück Backenzahn abgebissen (das aber schon im Flugzeug bei der ersten gesalzenen Mandel) und mal sehen ob ich ausreichend auslandskrankenversichert bin… sonst heisst’s…haha…Zähne zusammenbeissen und warten bis ich zurück bin.
Erster Preisschock neben den exorbitanten Hotelpreisen für alles was ess- und trinkbar ist: Die Taxifahrt vom Flughafen Newark ins Hotel. Saftige 82 Dollar Fahrpreis und ich hab’s mal wieder mit dem Trinkgeld verpeilt und nur 3 Dollar draufgelegt… *hüstel*
Naja, mittlerweile habe ich die 20% Regel wieder verinnerlicht.
Kurze Erwähnung unseres gestrigen Dinners: wd-50 Da gab’s dann New Yorker Style mäßig kleinere Portionen zu größeren Preisen.
Shopping Liste soweit: Zahnbürste, Sportschuhe (natürlich nicht eingepackt.. grrr), Nasensalz (aber das kennt hier keiner)
Shops, die besucht werden wollen: Red Wing Store, American Apparel
Gut. Das nächste Mal hoffentlich wieder mit Bild.