halbsiebziger

March 4th, 2010

Xynthia hat auch uns erwischt. Zwar eher unsere Hauseigentümer und Vermieter, aber wär der Baum in die andere Richtung geknickt, wäre unser Balkon wohl nicht mehr der alte.
Stürmisch ging der Februar dahin. Der Geburtstag eher soft… Tags davor waren wir bei Helge Schneider in der Alten Oper. War genau so, wie ich mir einen Helge live vorgestellt hatte. Und amüsant auf jeden Fall auch.
“Mach die Augen zu und was du siehst… ist deins!”
Der Hafen2 feierte wieder einmal ordentlich seinen Geburtstag und wieder einmal schafften sie es einen Haufen Bands anzukarren, die teilweise so interessant waren, dass man gerne lauschte und guckte. Dabei muss ich unbedingt die Innits hervorheben. Leider waren sie schlechter organisiert und hatten keine CDs oder sonstige Merchandiseartikel dabei. Jetzt kann ich entweder den Mondpreis von 18 Euro bei Amazon bezahlen oder ich lade mir die MP3-Version für 8. Hätte mir lieber die CD direkt gekauft. Obwohl… wer weiss, ob sie dann auch zwischen 10-15 Euro gekostet hätte.
Was allerdings beim nächsten Hafen2fest besser werden muss ist die Platzierung der Essenstände: Meine Klamotten haben durch und durch nach indischem Curry gerochen. Da die Garderobe im gleichen Saal war, musste auch die Jacke mal wieder in die Wäsche. Weniger nett.

Ein klein bisschen Werbung in eigener Sache: Am 9. April feiern Martin und ich auf jeden Fall einen Party. Genaueres folgt noch.

#gruentracker: motorpsycho – b.s.

abpackpraemie

February 4th, 2010

Bin immer wieder erstaunt, mit welch überschwenglicher Verpackung kleinste Waren verschifft werden. Links: Das geöffnete Paket. Rechts: Der Inhalt.

Kommt zwar vom Größenverhältnis nicht ganz an den Spitzenreiter mit der Speicherkarte heran, die ich vor Jahren mal orderte, aber ist schon ordentlich.

Da hätte es ein kleiner Umschlag auch getan… abgesehen von dem Styroporwahnsinn.

#gruentracker: the marvelettes – please mr. postman

mainzsafari

February 2nd, 2010

Durch den Schnee zur Phoenix-Halle. Denn dort warteten ein paar der Helden meiner Jugend auf mich.
Es gab damals eine Open Air Party irgendwo bei Dieburg vor 13 Jahren oder so. Jens P. alias Gaulboro spielte die Premiers Symptômes und ich war total geflashed. Innerhalb der nächsten Jahre kaufte ich mir dann alles, was ich an Vinyl in die Hände bekam. Die Platten und Cover zählen heute noch zu meinen Lieblingsstücken.

Dann kam irgendwann Moon Safari und überall wurde man mit den Songs überschwemmt. Doch selbst die Tatsache, dass von H&M, über ARD-Vorabendserien und allerlei Lifestylemagazinen eine Konsensplatte existierte, die vielleicht noch über die Kruder&Dorfmeister DJ-Kicks rausging, war mir egal. Ich liebte AIR.
Mit 10000Hz Legend wurden sie mir dann etwas fremd und auch die Virgin Suicides Episode ist nicht komplett mein Ding, aber mit Talkie Walkie ging’s wieder aufwärts und Pocket Symphony hat mich versöhnt.
Love 2, das letzte Album ist zwar nicht der Überrrenner, aber ein paar Perlen gibt es auch hier wieder.

Umso froher war ich dann, als ich vor einem Vierteljahr entdeckte, dass AIR in Mainz spielen würden.
Das Setup  war klein. Godin, Dunckel und ein Drummer. Zusammen präsentierten sie die typisch französische Frisurdominanz und Entspanntheit. Und dass Nicolas Godin eine frappierende Ähnlichkeit mit Christian Löbig hat, war mir vorher auch nicht bewusst.
Ich hatte mich schon oft gefragt, wie viele der Instrumente die beiden eigentlich selbst einspielen und nachdem ich jetzt den typischen AIR-Bass auch live erleben konnte, bin ich noch ein bisschen mehr Fan.

Die Setlist liess so gut wie keine Wünsche offen. Klar war, dass einige meiner Lieblingssongs mit Gastsängern/innen aufgenommen wurden und die kann man schlecht nachmachen. Daher fielen einige von Vornherein weg.
Leider, leider fehlten auch Sexy Boy und Kelly Watch The Stars nicht… die zwei Songs, auf die ich überhaupt nicht klar komme. Auch wenn es mit die größten Hits waren.

Die Videoanimationen und das Licht waren reduziert aber verfehlten ihren Effekt nicht. Das kommt auf dem Video vielleicht nicht so ganz rüber.
Apropos… anbei noch ein kleines Video mit drei Songs, die einen ungefähren Eindruck vermitteln, wie das Ganze so war.

gruentracker: air – missing the light of the day

drei, der guten dinge sind…

January 19th, 2010

1. Das Wortpaar ‘phlegmatische Bäckereiimperiumserbe‘ aus diesem Artikel hier: http://www.spiegel.de/kultur/tv/0,1518,671696-5,00.html
Das Lesen liess mich mehr als einmal schmunzeln.

2. Der Songtext zu Death Cab for Cuties ‘Title and Registration‘: http://www.azlyrics.com/lyrics/deathcabforcutie/titleandregistration.html
Allein schon der Beginn mit ‘The glove compartment is inaccurately named…‘ versüsste mir den Heimweg von der U-Bahn-Station Seckbacher Landstrasse.

3. Das Facebook keinen “Dislike”-Button am Start hat. Es gibt mittlerweile eine große Anzahl von Usern, die anscheinend nichts sehnlicher wünschen als einen beherzten Klick auf “Gefällt mir nicht” machen zu können.
Da atme ich mal tief ein und aus und denke mir, dass ich schon genug Gepiense an den Kopf geschmissen bekomme. Ich rocke gerne durch ein Heile-Welt-Facebook.

Und Bild Online schiesst dann leider in schöner Regelmäßigkeit den Vogel ab.
Heute im Umfeld von Haiti-Nachrichten dann die Überschrift: “Armut in der EU – Jeder vierte Deutsche kann sich keinen Urlaub leisten”. http://www.bild.de/BILD/politik/2010/01/19/armut-in-der-eu-und-in-deutschland/jeder-vierte-deutsche-kann-sich-keinen-urlaub-leisten.html
Mann, mann, mann….

#gruentracker: air – tropical disease


eiderdauspod

January 12th, 2010

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Zwei Anmerkungen gleich zu Beginn. A) Keine Diskussionen über Apple und Stockholmsysndrom. B) Und auch bitte nicht anfangen mit Itunesgebashe.
Vor einiger Zeit bugsierte ich meinen wirklich ausdauernd benutzen IPod Nano ins technische Jenseits, da meine – wenn auch kaum vorhandene – Arschbacke mehr Newton mit sich trug, als das zarte Display auszuhalten vermochte.
Ein erster Blick in diverse Onlineforen, Ebayauktionen und Angebote von IPod-Reparaturanbietern ließ mich arg enttäuscht zurück. Zu teuer, zu sinnlos. 60 Euro zu zahlen, um seinen alten Pod wieder zusammenbasteln zu lassen ist keine Option. Der neue gefällt mir nicht so wirklich, die breite Form der 3. Generation spricht mich mehr an. Und auch zu teuer irgendwie.
Letzte Woche habe ich dann doch durch Zufall nach drei oder vier Monaten ein Ebayangebot gefunden, wo das Display nur 11.95 kostete. Noch mal 4,95 für die Öffnungstools dazu und – heureka – ich hab’s tatsächlich geschafft. Zwar habe ich mit meinem grenzenlosen Feingefühl das Backplate so verbogen, dass ich nun nicht mehr das kantenlose Finish geniessen kann und ein kleiner Streifen silbernen Gaffatapes auf der Rückseite pappt, aber das Gerät funktioniert wieder.
Und nach Nutzen meines Telefons und diversen anderen Playern kann ich nun endlich wieder mein Musikbewertungsprojekt weiter führen.

#gruentracker: coheed & cambria – the rest will follow

das erste mal

December 19th, 2009

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Nicht das Bügeln. Sondern das Bügeln von Gardinen. Samstage und das Streben nach sinnhaftem Tun. Die Zeit nicht allein mit Glotze, Laken oder dem Hüpfen von Frühstück zu zweitem Frühstück diversen Zwischen- und Hauptmahlzeiten und schliesslich Mitternachtsabsturz verbringen.
Es gibt doch noch so viel zu tun. Es gibt immer irgendetwas zu tun. Und heute waren es die Gardinen. Das erste Mal in meinem Leben bügelte ich eine Gardine. Was hat das alles zu bedeuten?

#gruentracker: evan dando – the outdoor type

nieeinkolausi

December 8th, 2009

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Dieses Bild verursacht schwere Störungen an eurem Sehnerv. Aber mangels aktuellen Bildmaterials muss diese alte Socke nun herhalten.
Wir haben am 2009er Nikolaus das 2008er Geschenk eingelöst und waren beim Sushi Kurs. Die Wirtschaftskrise macht auch hier nicht halt. Konnte man früher laut Aussagen vertrauenswürdiger Quellen Massen an selbstgemachten Makis, Nigiris und Rolls mit nach Hause schleppen so bekamen wir gleich zu Anfang verkündet, dass wir nun maximal drei Plastikboxen der Standardgröße pro Person füllen dürften. Das reicht am Ende dann zwar immer noch für eine Unmenge Sushi für einen selbst, aber die Strategie diesen Kurs zu absolvieren um danach die nächste Party cateringtechnisch zu versorgen sollte man besser noch einmal überdenken.
Das Rollen und Probieren macht durchaus Spass, allerdings blieb die Weitergabe von Informationen ein wenig hinten dran. Ich hätte mir mehr Tipps zum Fischkauf, Behandlung, Verarbeitung, etc… gewünscht. Ich kann also nicht wirklich sagen, ob man den Kurs weiterempfehlen sollte. Auf jeden Fall nur direkt buchen… dann kriegt man es etwas günstiger und nicht auf Gutscheinverwerter a la Jollydays oder my-days ausweichen. Auch wenn dort der Vorteil besteht, nicht direkt einen Termin vereinbaren zu müssen.

#gruentracker: buffalo tom – the bus

repickup

November 30th, 2009

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Gesternvorgesternundgestern verlief so, wie es früher häufiger ablief. Es wurde lecker getafelt (Schöne Aussicht – deren Wiener Schnitzel wirklich sehr gut war) und wir liefen in ein Museum. Ins Dialogmuseum. Dialog im Dunkeln. Wir tranken Wein. Wir kauften ein. Wir verbrachten viel Zeit miteinander und mit Freunden.
Das hat in letzter Zeit ein wenig nachgelassen. Wir können uns für das nächste Jahr schon einmal an die eigene Nase fassen und uns eingestehen, dass nicht immer die andere Seite so wenig anruft. Denn am Ende hängt’s ja immer nur daran.
So kehrt also langsam die Normalität ein. Ich war mal wieder im Robert und ich habe sogar die Muße hier etwas zu posten. Sollte Licht am Ende des Tunnels sein? Hoffentlich.

#gruentracker: the smiths – there is a light that never goes out

18 Euro

November 4th, 2009

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Erster Gedanke: kein Aufschnitt?

Zweiter  Gedanke: Der Orangensaft ist nicht “freshly squeezed”

Dritter Gedanke: Zum Glück muss ich das nicht zahlen

Vierter Gedanke: Fuck you Luxushotels!

#gruentracker: talk talk – living in another world

Lisboa 1

October 30th, 2009

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Die Lissabonwoche fängt heute am ersten Morgen prima damit an, dass ich an meinem Blackberry nicht die Zeitzone angepasst hatte. Bin also wie geplant um 07.00 Uhr geweckt worden – dann nach dem Duschen festgestellt, das Rasiergel vergessen zu haben – und kurz vor dem Verlassen des Zimmers die Uhr auf dem Sideboard gesehen: 06:45. Tja, was fängt man also mit der Stunde zuviel an? Blog schreiben zum Besipiel.
Von der Stadt wie zu erwarten noch nicht viel gesehen. Waren gesten mittags in einem Steakrestaurant am Fluss in Nähe der Ankunftshalle für die Fähre -> Portugalia. Was es mit dem Spiegelei auf dem Steak auf sich hat, finde ich noch raus. Selbst entschied ich mich für Knoblauch Reis mit Shrimps, aber insgesamt ehr mäßig.
Lecker hingegen der Inder in der Nähe unseres Hotels.
Das Hotel, in dem die Veranstaltung ist, hat den Charme eines alten sozialistischen Prunkbaus. Irgendwie alles zu dunkel, zu mächtig, zu braun. Zumindest in den Räumen, in denen ich bis jetzt war. Wobei der große Saal und das Restaurant ganz anders daherkommen.
Unser Schlafhotel liegt ca. 15-30 Minuten zu Fuss entfernt und obwohl mich das anfangs nicht gerade begeisterte bin ich jetzt froh. Das Sheraton Lisboa hat kürzlich erst renoviert und mein Zimmer gehört definitiv in die Top 5 aller Hotels in denen ich bis jetzt war.
Von der Badewanne aus kann ich locker auf den Fernseher schauen, beziehungsweise  durch die Glaswand auch vom Bett ins Bad linsen – ein Schelm, wer Böses dabei denkt. Für die Dunkelmenschen gibt es ein elektrisch betriebenes Verdunkelungsrollo am Fenster. Silke und A. würden es begrüßen. Läßt man es herab ist es absolut dunkel.
Der Teppich ist geschmeidig und das gesamte Konzept inklusive der Gänge ist eine willkomene Abwechslung zu den traditionsreicheren Hotels dieser Klasse.
Der Hotelbar mit Panoramablick (ich glaube im Aufzug steht sogar Panoramabar) statteten wir abschliessend noch einen kleinen Besuch ab und mit dem üblichen Gin Tonic wurde der erste Tag beendet.
So und bevor das jetzt so klingt, als würde ich hier nur dekadent rumasseln: Die nächsten 5-6 Tage gibt es dann für uns immer um 05.15 ein kleines Früshtücksbuffet bevor wir dann ins andere Hotel rüberdüsen um zu arbeiten. Das ist früh… *gähn*

#gruentracker: gregor thresher – a thousand nights