goodfood

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Bin jetzt dabei, das vernünftige Essen zu lernen.
Resultate immerhin: Zufriedenstellend.


leaving las dorf

Die letzten paar Wochen fühlten sich seltsam an. Die letzten Tage noch mehr.
Da befindet man sich beinahe 2 Jahre an einem anderen Ort, mit bestimmten Menschen und Rhythmen und so mirnichtsdirnichts schlittert man dem Moment entgegen, der das Ende all dessen bedeutet.
Und dazwischendrin schlittere ich zurück Richtung Frankfurt.
Sehe also meine Mitbewohner zum letzten Mal, oder auch gar nicht mehr. Klatsche meine Kollegen ab. Packe Kartons.
Und über all dem hängt eine dunstige Stimmung.
Ich kann ganz schlecht abschliessen.
Der Wegzug aus Offenbach Richtung DUS war eine ganz andere Situation. Denn damals beschloss mein Hirn, mit dem Nest nicht abzuschliessen. Es war in einem kleinen Winkel stets der Weg zurück denkbar.
Bei DUS ist es anders.
Das fühlt sich eindeutig finaler an.
Und sowas ganz finales. Das hatte ich noch nicht. Zumindest in diesem Kontext.




Cleansmann

Für den Titel habe ich drei Strafrunden verdient. Möglich ist auch, daß die Strafe schon dem Fuß vorlag und ich drüberfiel.
Eine Prä-Geißelung sozusagen.
Ich werde nun doch leider zur Farbrolle greifen müssen, um mein altes DUS Zimmer zu streichen. Das war icht eingeplant und verringert den noch durchaus moderaten Druck enorm.
Da heißt's jetzt, keine Zeit mehr zu verlieren und gnadenlos weiter Kisten zu packen.
Obschon... man das ein oder andere Mal, die Entscheidung zu treffen hat, ob das Gefundene den Weg ins Töpfchen oder Kröpfchen soll.
Die von mir seit 13+ Jahren mitgeschleppten Konzertkarten werden diesen Umzug nicht mehr erleben sondern flogen gestern in den Müll.
Aber ein Foto konnte ich mir dann doch nicht verkneifen.
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Welkplants

Nach knapp einem Monat Abwesenheit bin ich gestern in meine WG zurückgekehrt.
Und immerhin muss ich IKEA dieses Mal in Schutz nehmen.
Denn entgegen der einstmals überblühenden Pflanze des örtlichen Gartenshops, die trotz fürsorglicher Pflege von Kathrin einer Invasion weisser kleiner Tierchen nicht stand hielt, lebt meine Palme und meine wasauchimmerdasfüreinePfalnzeist noch.
Das ist traurig einerseits, da die von mir für eine Superpflanze gehaltene nicht ihrem Image entsprechend funktionierte, toll andererseits, da ich für IKEA Pflanzen eigentlich schon lange keine Hand mehr ins Feuer gehalten hätte.
Dies werde ich jetzt zwar auch nicht machen, denn Hände haben im Feuer nichts verloren, aber bedeutet das für zukünftige Zehner oder Zwannis, die im floralen Budget angesetzt sind, dass sie den Weg in die Hände einer freundlichen Kassierin bei IKEA finden könnten.



café philosphique

Nachdem Susanne und ich unsere Möglichkeiten des Entertainedwerdens mit DVD-Ausleihe und Kinobesuch schon reichlich ausschöpften fiel der Blick am Sonntag in das örtliche Kulturmagazin. Das Café Philosophique sollte Ziel unseres Sonntagnachmittags sein.
Und das wurde es auch. Was ist der Anspruch?
Das Café Philo kann keine Gewißheit liefern, wohl aber die Möglichkeit einer Vergewisserung. Es ermöglicht die Teilhabe an dem Meinungsreichtum und den Überzeugungen anderer und fordert heraus, unser eigenes Denken zu überdenken: unser Welt- und Menschenbild zu modifizieren oder zu konkretisieren.
Nun ja. Zumindest in punkto Meinungsreichtum konnte man sich nicht beklagen. Das Thema der Runde war gestern "Wieviel Wert haben unsere Werte?" Das klingt nicht nur diffus. Diffus war auch die folgende Diskussion. Wobei Diskussion vielleicht sogar ein wenig übertrieben positiv klingt.
Es kam mir eher so vor, als ginge es einigen Besuchern mehr darum, ihre Meinung kundzutun und nicht zu diskutieren. Zu einer Diskussion gehört meines Erachtens nach auf den Vorredner 'wirklich' einzugehen und nicht andauernd von einer Meinung auf zur nächsten zu hoppeln.
Das aber passierte nicht selten.
Ausserdem drückte sich das Gespräch permanent davor einmal deutlich zu machen, worüber man eigentlich reden wollte. Eine gewisse grundlegende Übereinkunft, was denn nun ein "Wert" an sich sei, wollte nicht gelingen.
Was natürlich dazu führte, dass aneinander vorbei geredet wurde und der passive Zuhörer sich ein wenig langweilte.
Wir werden das Café im Auge behalten und erneut vorbeischlendern. Vielleicht wird's bei einem anderen Thema interessanter.
Schlussbemerkung:
Clemens: "Was genau ist das da für ein Kuchen?"
Bediener:"Ich hab noch nicht reingebissen..."


evolution

1 1/2 Jahre Düsseldorf.
Rein von der Wohnsituation her kann eine positve Entwicklung festgestellt werden. Die persönliche Entwicklung und Kultivierung persönlichen Umfelds verhält sich dabei reziprok zu der Ästhetik des allgemein als Klamottenablagefläche genutzen Wohnraums.
Bilder liefern Beweise.

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Qod erat demonstrandum.


der gemeine heine

Entspannt, entspannt. Das Partyvideo von Balazs ist ein Gutes. Ich würd's ja sogar hosten, aber da ihr's eh nicht downloadetet (har har, ob das der Konjunktiv sein könnte?) lass' ich es lieber gleich sein. Am Samstag haben wir es in gerade einmal 90 Minuten geschaftt den nur knappe 30km entfernten Landschaftspark Duisburg-Nord zu besuchen. Fragt uns nicht, wieso wir es nicht schneller packten.
Der Park an sich ist eine Reise wert.
Abends hauten wir uns leckeren Wein
und kurz darauf noch Syriana rein. Yo!
Und am Sonntag ließ ich mich mal wieder von der Kunst aufregen und von Heine mir Minderwertigkeitskomplexe verursachen.
Denn auf der einen Seite liess mich die Kunst von Amelie von Wulfen kalt und die natürliche ungezwungene Intellektualität von Heinrich Heine nicht ran.
Dabei ist es nicht mal das komplette Werk Amelies an sich, sondern eher das aktuelle Konzept, das im Kunstverein gezeigt wird.
Die Heine/Schumann Retrospektive hat nur erneut gezeigt, dass ich mich zu sehr um Dinge kümmere, die mich nicht formen, sondern dass ich eine gelungene Lebensweise erreicht habe, die sich an meine Ecken und Kanten schmiegt.
Und die ein oder andere rauhe Stelle wird dann in regelmäßigen Abständen mit Schleifpapier der Sorte "Passivität" abgeschmirgelt.
Der Tatort war im Übrigen mal überhaupt nicht wirklich spannend... denn ab der Hälfte war es dann so offensichtlich, dass die Schwester die Schwester spielt.. naja.. .wann war ein Tatort auch schon mal so richtig spannend im letzten Jahr?


St. Ill Sick

roflz0r.
Sankt Ill Sick.
Das ist das beste überhaupt.
l0llerskatez.
.... ich brauche mehr Gesundheit, es fängt an auf mein Hirn abzufärben.


joy division

Das lachen ist nur aufgemalt. Es ist nicht echt.
Ein fader Blick schaut aus Clownsaugen ins Leere. Teenagermädchen wanken mit billigem Sekt von Stange zu Stange und zwischen Alkoholgeruch und Uringestank harre ich der nächsten Station.
Ein silberner Hut oder eine lustige Perücke spalten die Mitfahrer in Spassmacher und-bremsen. Ich schalte noch einen Gang zurück und schlurfe mit hochgestelltem Kragen zum Bus.
In der Hochburg der Narren und kein Hofstaat zu machen für mich.
Wohin vertrieb sich die Lust auf ein zwei oder vielleicht auch mehr Bier in Gesellschaft? Wieso all der Gram und die Flucht vor dem Frohsinn?
Der Dorn in der Seite wird als wachsende Kluft identifiziert. Die Kluft zwischen der Fähigkeit alles los und Fünfe gerade sein zu lassen und dem Neid auf eben jene.
Da drüben hauen sie mächtig auf die Pauke und ich ziere mich den Klöppel überhaupt erst einmal zart zu berühren.
Hier bei mir ist es erst einmal nur still.

Ich bin nicht dabei. Ob das prima ist?



rebusfahrer

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Ein Rebus, ein Rebus jauchzten die Besucher der rheinischen Taverna. Nicht lang ließ ich mich bitten und kittete eines zusammen.

Auflösungen in die Comments ihr Rätselnasen. Ein Tipp: Es ist ein saisonal hochkompliziertes Ereignis. Und es ist so unglaublich aktuell heute, dass ich mich kaum noch halten kann.


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